SG_Strip_26

Folge 27: The slacking Dead

Veröffentlicht von Christopher Tauber am 25. Februar, 2014


So, wir haben nun ganz fest einen Zombie mit in unserer Besetzung. Dürfen wir nun endlich auf die Aufmerksamkeit des Mainstream Publikums hoffen? Oder müssen wir uns von Kritikern vorwerfen lassen, wir würden auch jeden Scheiss mitmachen, uns Sell-Out Vorwürfe gefallen lassen? Oder klopfen uns selbige Kritiker auf die Schulter, weil, ist ja voll mutig, Zombies die Treue zu halten, wo die Zombiewelle jetzt schon wieder am abebben ist? Überhaupt, diese Zombiewelle und wer so alles darauf reitet… hat hier irgendwer noch Angst vor Zombies? Im Brad Pitt Vehikel reichts ja völlig aus, sich mal ein paar Tage krank zu melden, schon ist man vor der Masse der hirnlos Angepassten sicher. In The Walking Dead werden die Untoten wie Unkraut weggezupft, während die Figuren damit beschäftigt sind, ihren schwachsinnigen Status Quo zu erhalten und zu erkämpfen. Zwischendurch ein wenig Nicotero Porn und danach wird wieder gesabbelt was das Zeug hält… so richtig die Hosen voll bekommt man auch hier nicht.

Dabei hat Opa Zombie es immer noch drauf, unangenehme Geschichten zu unterstützen. Deadgirl ist so ein Film der mir unangenehm in Erinnerung geblieben ist. Hier tritt nur ein Zombie auf, der Ursprung dieses Wesens wird auch nicht wirklich geklärt. Die Anwesenheit eines untoten Mädchens ist allerdings Ausgangspunkt für eine sehr unschöne Geschichte über männliche Sexualwünsche und vielleicht der erste Horrorfilm, der Rape Culture thematisiert, und somit auf der höhe der Zeit und einen Aspekt der westlichen Gesellschaft reflektierend, was ja tatsächlich mal die Stärke der Monstergattung Zombie war. Aus der Masse an angepassten und einer Videospiel-Dramaturgie gehorchenden Zombiemist ragt Deadgirl jedenfalls so heraus, wie ein gebrochener Knochen.



Teilen:
c