Folge 35: Alle Rechte vorbehalten

Veröffentlicht von Christopher Tauber am 22. April, 2014


Was ein schönes Ende für eine Geschichte, den Weg allen Fleisches zu gehen. Und von wegen der Pointe: Klar finden wir Remakes genauso fragwürdig, wie sie nun mal sind. Auf der anderen Seite sind Remakes so alt wie das Geschichtenerzählen nun mal ist. Wer weiß schon, bei wem Homer damals so geklaut hat, hat ja kaum jemand was aufgeschrieben, alle haben nur gesungen.

Hier ist mal ein Gedanke, der vielleicht gerade angesichts des geplanten japanischen Remakes von Unforgiven nicht ganz uninteressant ist, gerade im Angesicht des Austauschs USA und Asien. Dass die Glorreichen Sieben ein Remake der sieben Samurai von Akira Kurosawa ist, das ist ja hinlänglich bekannt. Ebenso, dass auf Kurosawas Yojimbo etliche Interpretationen westlicher Machart folgten, angefangen bei Fistfull of Dollars bis hin zu Last Man Standing. Letzterer ist sogar ein offizielles Remake, allerdings dann schon wieder so merkwürdig nahe an der inoffiziellen Vorlage an der sich Kurosawa bedient hat, nämlich Red Harvest von Dashiell Hammett. Oder The Glass Key von Dashiell Hammett. Oder es war alles purer Zufall. Da streiten sich die historischen Experten.

Wir finden: Wozu streiten? Entweder ist ein Film gelungen, oder er ist es nicht. Wer da von wem abgeschrieben hat, ist doch erstmal egal. Oder seht ihr das anders?



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